Harald Faltz Willkommen auf meiner Homepage
Harald FaltzWillkommen auf meiner Homepage

Neuroviszerale Osteopathie - eine Behandlungsmöglichkeit der Multiplen Sklerose?

Harald Faltz. 2003

 

Abstract

 

In most of the complementary naturopathic treatments of patients suffering of multiple sclerosis the question arises, if still existing dysfunctions after kinesiologic controlled detixification, energetic balancing and psychotherapeutic interventions have to be considered as irreparable. With “neurovisceral osteopathy” a treatment approach is described, which enables a stimulation and support of the self-healing forces in the patients nervous system. This method is described as evolved in the daily practice. Further evaluation and comparison with the classical osteopathic theories are necessary.

 

Keywords: multiple sclerosis, naturopathy, craniosacral therapy, neurovisceral ostaopathy

 

Zusammenfassung

 

Im Rahmen einer komplementären naturheilkundlichen Behandlung an Multipler Sklerose erkrankter Patienten kommt einmal der Zeitpunkt, an dem nach kinesiologisch kontrollierter Entgiftung, nach energetischem Ausgleich und psychotherapeutischen Interventionen die Frage entsteht, ob noch bestehende Schäden als irreparabel zu gelten haben. Mit der „neuro-viszeralen Osteopathie“ soll eine Behandlungsmethode vorgestellt werden, die es ermöglicht, die Selbstheilungskräfte im Nervensystem der Patienten anzuregen und zu unterstützen. Es handelt sich dabei zunächst um eine Arbeit aus der täglichen Praxis, die weiter verifiziert und mit den klassischen Theorien der Osteopathie verglichen werden müssen.

 

Schlüsselwörter:   Naturheilverfahren, Craniosakraltherapie, neuroviszerale Osteopathie

 

 

Einleitung

 

Für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, konnte gezeigt werden, daß sie nach weitgehender Befreiung von einer Reihe von schädigenden Einflüssen, Schadstoffen, Parasiten, unerlösten seelischen Konflikten, miasmatischen und anderen Belastungen in der neuroviszeralen Osteopathie eine Methode gefunden worden war, um festzustellen, welche Schäden der Erkrankungsprozess am Nervensystem bereits angerichtet hat, und um diese zu behandeln. (1) Es entstand die Frage, ob auch Menschen mit anderen neurologischen Erkrankungen von dieser Methode profitieren könnten. Dabei ergaben sich auch Variationen im therapeutischen Zugang.

 

 

Methode

 

Die Ergebnisse er osteopathischen Behandlung mit Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt waren, wurden übertragen auf andere Patienten mit ihren neurologischen Krankheitsbildern.

 

 

 

Der Therapeut nimmt am Fußende des auf dem Rücken liegenden Patienten Platz, sorgt für einen guten und entspannten Sitz und umgreift nach vorangegangener eigener Einstimmung und Zentrierung und mit Erlaubnis des Patienten dessen Unterschenkel im unteren Bereich der Wadenmuskulatur. (Es sind auch andere Zugänge möglich, etwa die Kontaktaufnahme über den Atlas des Patienten. Darauf wird zu einem späteren Zeitpunkt einzugehen sein.) In dieser Haltung erwartet der Therapeut die Wahrnehmung des craniosacralen Rhythmus des Patienten, den ich an dieser Stelle als dessen unbewusste Zustimmung zu der Behandlung deute.

In bekannter Weise kann der Therapeut seine Aufmerksamkeit von den unterschiedlichen Gewebestrukturen des Patienten ansprechen lassen und dabei etwa vorhandene Blockierungen wahrnehmen. Es werden aber nicht nur die Knochen, Faszien, Bänder und Muskeln seine Aufmerksamkeit anregen, sondern bei entsprechender Einstellung mag es gelingen, daß sich die Aufmerksamkeit bis in die Nervenstrukturen im Wirbelkanal und Schädelraum ausbreiten kann. Praktisch ist es vorteilhaft, den Kontakt zum Patienten über die Hände des Therapeuten, so gut es geht, zu entlasten. Je feiner die Berührung, desto tiefer ist das Eindringen in die Strukturen und Funktionen des Nervensystems des Patienten möglich, desto leichter entstehen Bilder und Empfindungen bei der entgegengebrachten Aufmerksamkeit.

 

 

 

 

Diskussion

 

 

Aus der täglichen craniosacraltherapeutischen Arbeit mit Multiple-Sklerose-Patienten ist der Eindruck entstanden, daß es möglich sein könnte, Selbstheilungskräfte im zentralen Nervensystem des Patienten zu wecken, um Dysfunktionen auszugleichen. Dazu ergaben sich zwischenzeitlich zahlreiche Hinweise.

 

Es scheint zunächst erforderlich zu sein, daß der Praktizierende zusätzlich zu seinen

spezifischen craniotherapeutischen Fähigkeiten über exakte neuroanatomische und neurophysiologische Kenntnisse verfügt. Wenn der Patient bewußt und unbewußt bereit und in der Lage ist, kann es der Aufmerksamkeit des Praktizierenden gelingen, Einblicke in die Störungsmuster des Nervensystems zu gewinnen. Die exakten strukturellen und funktionellen Kenntnisse können dabei als geistige Schiene dienen bei gleichzeitiger Offenheit des eigenen Wahrnehmungsfeldes für alle Hinweise und Botschaften, die sich aus dem Gewebe des Patienten ergeben.

 

Die Behandlungen wurden im ständigen Einklang mit und unter der begleitenden Führung durch den Craniorhythmus des Patienten durchgeführt. Dabei überraschte umso mehr, daß dieser Rhythmus unter bestimmten Bedingungen anhielt. Dabei konnte es sich nicht um einen dem Praktizierenden zufällig begegnenden Stillpoint handeln, da eine willkürliche Veränderung der Aufmerksamkeit den Craniorhythmus sofort wieder eintreten ließ.

 

Die Asymmetrie der Craniosacrale Bewegung kann auf den Ort einer Störung aufmerksam machen. Die Wiederherstellung der symmetrischen Craniosacrale Bewegung kann als prognostisches Werkzeug eingesetzt werden. Wird die Asymmetrie beseitigt und die normale physiologische Bewegung wieder hergestellt, so kann man zuverlässig aussagen, daß das Problem gelöst wurde oder gelöst werden wird. (4).

 

Das Anhalten der Fluktuation der Cerebrospinalflüssigkeit bringt Sutherland in The Tour of the Minow mit einem „Schockzustand“ in Zusammenhang. John E. Upledger unterscheidet einen „Stopp“ von einem Stillpoint:“ Es ist mehr ein schreiender Halt. Dieser Stopp kommt, wenn zum Beispiel der Klient eine Körperposition einnimmt oder in eine Position gebracht wird, die mit einem traumatischen Erlebnis gekoppelt ist. Upledger nennt diesen Stopp „significant detector“(5).

Das Anhalten des Craniorhythmus bei dem Erreichen einer Läsion im Nervensystem hat für mich mehr zu tun mit einem Luftanhalten im Zustand eines Schocks, mit gespannter Ruhe, mit Erinnerung an ein traumatisierendes Erlebnis, eben eines Entzündungsvorganges – oder einer Reaktion auf ein schädigendes Agens, das dann mit Entzündung des Nervengewebes beantwortet wurde oder wird.

 

Gelingt es nun, in diesem Bereich der Störung bei möglichst exakter Kenntnis der strukturellen und funktionellen Gegebenheiten die Qualität der Aufmerksamkeit dahingehend zu verändern, dass der Cranio-Therapeut am Ort der Läsion das unbewusste Wissen des Patienten von gesunden Strukturen und Funktionen dieses lädierten Bezirkes in seiner Vorstellungswelt aufnimmt, so kann er einerseits nach einem gewissen notwendigen und scheinbar erforderlichen Zeitraum das Wiedereinsetzen des Cranio-Rhythmus beobachten und andererseits vom Patienten erfahren, dass sich seine Symptome und Beschwerden gebessert haben. Diese lassen sich mit der georteten Läsion in Einklang bringen. Auch sind wohl umgekehrt Rückschlüsse möglich von dem Behandlungsergebnis auf den Ort der Läsion. Es ergeben sich Hinweise auf die Läsionen aus der Vorgeschichte der Erkrankung, den Beschwerden der Patienten und aufgrund z.B. kernspintomographischer Befunde.

 

 

Diese bisherigen Ergebnisse stammen aus der praktischen Arbeit. Sie müssen sicher weiter verifiziert und mit den bestehenden klassischen Theorien verglichen werden. Es liegen Erfahrungen vor bei den vielfältigen Störungen bei Multiple-Sklerose-Patienten: auf spinaler Ebene, auf der Ebene einzelner Hirnnervenfunktionen, im Bereich der Basalganglien auch bei Patienten mit extrapyramidalen Störungen. Die Regulation des dreiteiligen autonomen Nervensystems nach PORGES scheint diesbezüglich zusätzlich sehr hilfreich zu sein (6).

 

Die Erklärung dieser Phänomene ist offen. Sie sind möglicherweise zu vergleichen mit der Wirkung der Hochpotenz-Homöopathie, bei der gleichfalls der Gedanke der Arznei wirksam wird.  

 

Die Vorgehensweise der Behandlung ist vergleichbar mit der von Rudolf Merkel beschriebenen „Stressevaluation“. Dabei werden still Fragen an das Unbewusste eines Patienten gestellt und dabei darauf geachtet, wie sich der Craniorhythmus daraufhin verändert. Der Stopp des CR gibt einen Hinweis darauf, dass das angesprochene Thema den Patienten unter Stress setzt. Rudolf Merkel beschreibt, dass sich der Stress entweder mit einem aktiv eingeleiteten Still-Point oder unter dem Körperkontakt mit seinen Händen und ohne sein aktives Tun aufzulösen beginnt, d.h. der Craniorhythmus findet unter der Berührung nach ein oder zwei Minuten wieder zu seiner normalen Kraft zurück (7). Bei Patienten, die an multipler Sklerose leiden, lautet die Frage: Wo im Bereich des Nervensystems gibt es Hinweise auf Entzündungen.

 

Um die Möglichkeiten des direkten diagnostischen und therapeutischen Zugangs zum Nervensystem selbst hervorzuheben, wurde diese Methode neuroviszerale Osteopathie genannt.

 

Sie beruht auf den Prinzipien der Osteopathie Fr. Stills, W. G. Sutherlands und J. Upledgers.

 

Wenn es gelingt, über die Konzentration auf die kranialen Strukturen des Schädels, der Hirnhäute und des Liquors hinaus die Aufmerksamkeit auf die nervalen Strukturen und Funktionen zu lenken, wird es möglich sein, die darin verborgenen und in ihrer Ausprägung durch Krankheitsfolgen gehinderten Lebensäußerungen und Heilungstendenzen wieder dem Gesamtprozess anzugliedern.

 

 

(1)   Faltz, H.   Multiple Sklerose und Physioenergetik. Erfahrungsheilkunde 05 (2002),

334-341

(2) D. Klinghardt, Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie

(3) Schimmel, H.W. Miasmen und andere pathogene Information des Menschen, Teil 1. Erfahrungsheilkunde 05 (2002) 315-324

(4) John E. Upledger, Lehrbuch der Craniosacrale Therapie I, 5. Auflage 2003, Seite 29

     (5) Rudolf Merkel, Still point, in Craniosacrale Osteopathie, Teil 4, 1999, S. 2-3

     (6) Komplette PORGES - Biographie & Bibliographie: http://www.psych.uic.edu/faculty/porges.htm

siehe auch: www.energyschool.com

     (7) Merkel, Rudolf Craniosacrale Osteopathie in Hrsg.: Harms, Th.: Auf die Welt     gekommen, KörperPsycheTherapie 2000, S. 426

 

 

Korrespondenzadresse:

Harald Faltz

Arzt für Neurologie und Psychiatrie

Psychotherapie, Naturheilverfahren

Am Schmiedeberg 9

D 28832 Achim

Tel. 04202 83020

Fax. 04202 81132

 

www.faltz.com

Kontakt und Terminvereinbarung

 

Nervenfacharztpraxis  

Kirchstraße 12 a
28870 Ottersberg - Fischerhude

 

nur privatärztliche Praxis

für selbstzahlende (nach individueller Absprache) und für privatversicherte Patienten

Termine nach telefonischer Vereinbarung

Telefon- Nr.:

+49 4293 6843311

 

Verehrte Patienten, wenn Sie sich für einen Praxisbesuch bei uns entschieden haben, dann melden Sie sich bitte zu einem Termin telefonisch an:

04293 6843311

Bin ich telefonisch nicht erreichbar, weil ich mich z.B. gerade in einer Behandlung befinde, hinterlassen Sie bitte eine kurze Nachricht. Nennen Sie bitte deutlich Ihren Namen und ggf. Ihre Telefonnummer, damit ich evtl. zurückrufen kann.

Bitte beachten Sie:

Zum 1.10.2013 habe ich die Zulassung als Kassenarzt zurückgegeben, praktiziere aber privatärztlich weiter.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Homepage-Titel